Ihr Wohneigentum. Unsere Förderung.

In vielen Kommunen liegen gut erschließbare Entwicklungs- und Flächenpotenziale brach. Mit dem Sonderförderprogramm Neue Perspektive Wohnen unterstützen wir das Ziel, diese Potenziale zu nutzen.

Programm 2: Förderung von Privatpersonen und Bauträgern

Gefördert werden attraktive Eigentumswohnformen im Neubau in energie-, flächen- und kostensparender Bauweise. Bauträger, Planer und Kommunen sollen motiviert werden, solche Quartiere zu planen und anzubieten – ohne sie geht es nicht.

Der Investitionszuschuss ist eine Prämie in Höhe von 6000 € als Festbetrag. Sie ist auszahlbar zusätzlich zu allen Förderungen in anderen Programmen von Land SH und KfW.

Es geht uns um attraktive Baukörper mit Eigentumswohnungen und um ausgewogene Kompositionen aus gereihten oder anders verdichteten Wohneinheiten, die dem klassischen alleinstehenden Einfamilienhaus im „Einheitsbaustil“ ein Stück neuer norddeutscher Baukultur entgegensetzen.

Das Programm richtet sich direkt an Interessenten für Wohneigentum und indirekt an die Kulisse der Planer, Architekten und Bauträger, die qualitätsvolle, lebendige und zukunftsfähige Neubauquartiere planen und bauen. Von der Zertifizierung profitieren alle Beteiligten. Sie lässt sich in Marketing und Vertrieb der Bauträger und Investoren einsetzen. Die Kommune vor Ort erlebt einen Imagegewinn.

Für die Bauherren bzw. für die Käufer und Käuferinnen ergibt sich neben dem Vorteil der Teilhabe an einer landesgeförderten Qualitätsoffensive die Option, unabhängig von der sonstigen Förderkulisse den Zuschuss in Anspruch nehmen zu können. Er mindert die Ausgaben und entspricht in etwa den Kosten für eine Terrasse, einen Balkon oder für einen Gästebadeinbau.

Voraussetzung für eine Förderung ist die Zertifizierung der Planung oder des bereits fertig erstellten Quartiers nach dem Sonderprogramm Neue Perspektive Wohnen. Das Wohneigentum muss Teil dieser Planung oder dieses Quartiers sein.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass ein Vorhabenträger (z.B. ein Bauträger, eine Kommune, Planer, Baugruppen ) das Zertifizierungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat und eine Zertifizierungsurkunde für die Gesamtmaßnahme erwirkt hat. Die Zertifizierungsurkunde leitet er an den Bauherrn oder Käufer bzw. Käuferin weiter. Diese sind als Eigentümer berechtigt, innerhalb von 3 Monaten nach Einzug einen Antrag bei der IB.SH zu stellen. Von dort wird das Bewilligungsverfahren geführt und die Prämie ausgezahlt.

Einreichungsfristen für die Zertifizierung von Baugebieten sind: 01.02.2020, danach jeweils zum 01.04., 01.08., 01.12. Diese Fristen sind Ausschlussfristen, später eingehende Anträge werden erst zum nächsten Termin berücksichtigt. Privatpersonen, die ein zertifiziertes Wohneigentum gebaut oder erworben haben, können den Antrag auf Auszahlung der Förderprämie jederzeit – aber spätestens innerhalb von 3 Monaten nach Einzug – bei der IB.SH einreichen.

Aus gegebenem Anlass setzen wir bis auf Weiteres jegliche Fristen für die Einsendung der Anträge aus. Wir sorgen weiterhin dafür, dass über die Anträge zeitnah entschieden wird.

5 Schritte zur Förderung

Dies sind die 5 Schritte zu einer erfolgreichen Förderung.

In einer Gemeinde soll ein neues Quartier mit Wohneigentum entstehen. Die Gemeinde und/oder der Maßnahmenträger entschließen sich dazu, dafür den Qualitätsstandard „Neue Perspektive Wohnen“ anzustreben und den Bauinteressierten damit die Chance auf die Prämie nach dem Sonderprogramm zu eröffnen.

Für den Antrag einer Zertifizierung im Programm Neue Perspektive Wohnen ist es unerheblich, in welchem Planungs- oder Realisierungsstatus sich das Wohnungsbauquartier befindet. Es kann sich um ein Baugebiet handeln, das in Planung ist, für das Baurecht besteht, oder für das schon Baugenehmigungen vorliegen, oder das seit dem 1.1.2019 von einem Bauträger fertiggestellt aber noch nicht an die Endnutzer verkauft ist. Ausschlaggebend für die Berechtigung einer Zertifizierung ist, dass die Realisierungsabsicht verbindlich planungsrechtlich und eigentumsrechtlich vorbereitet ist, oder nachweislich Schritte dazu eingeleitet sind.

Der Antrag wird frei formuliert und erfordert keine formalen Vorgaben. Wichtigster Bestandteil: Aussagen zu den Qualitäten. Der Antrag auf Zertifizierung nach Programmteil 2 kann von der Kommune, von einem Bauträger oder Entwicklungsträger, von einer Baugruppe, oder von einem Maßnahmenträger gestellt werden. Denkbar ist es auch, dass die Kommune einen Architekten/Stadtplaner damit beauftragt, eine Siedlungsplanung als Angebotsplanung zu erstellen, die zur Zertifizierung geeignet ist. Der Antrag wir bei der ARGE//SH direkt gestellt. Die ARGE//SH berät, prüft den Antrag formal und auf Vollständigkeit und Plausibilität und legt ihn dem Landesbeirat zur Entscheidung vor.

  1. Der frei formulierte Antrag muss folgende Angaben enthalten: Angaben zum Grundstück, Angaben zu der rechtlichen und planungsrechtlichen und Ausgangslage
  2. Aussagen zu den Qualitätskriterien: a. sind die Mindestkriterien erfüllbar, b. welche Zusatzkriterien aus der Liste der Qualitätskriterien sollen umgesetzt werden und mit welchen Schwerpunkten soll der Förderantrag die Zertifizierung und die Mindestpunktzahl 100 Punkte erreichen.
  3. Aussagen zu weiteren Zielsetzungen – auch zur geplanten Umsetzung; evtl. Erläuterungen zu Besonderheiten und Hintergründen.
  4. Soweit vorhanden: Konzept und Planungsunterlagen
  5. Aussagen zum geplanten Verfahren (z.B. Nutzerbeteiligtes Planungsverfahren, Wettbewerb, Voruntersuchungen)

Zur Klärung von Fragen können sich die Antragsteller Hilfe und Auskünfte einholen:

  • beim Kreisbauamt, beim beteiligten Stadtplaner vor Ort,
  • der mobile Gestaltungsbeirat der AIK SH kann zur Unterstützung des Verfahrens beauftragt werden.
  • sie kann Fachauskünfte von den zuständigen Referaten der Abteilung Bauen und Wohnen des MILI einholen. » Weitere Informationen hier: Kontakt

Der Landesbeirat entscheidet anhand des Katalogs der Qualitätskriterien zu Programm 2 über die Zertifizierung des Förderantrags. Die Vor- und Nachbereitung übernimmt geschäftsführend die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (ARGE//).

Bei einem positiven Ergebnis erstellt der Landesbeirat eine Zertifizierungsurkunde. Die Antragsteller bekommen die Zertifzierungsurkunde, die sie an alle Beteiligten und vor allem an die Bauherrn oder Käufer weiterreichen. Die Zertifizierungsurkunde berechtigt zur Bewilligung der Fördermittel und zur Nutzung der Qualitätslabel Neue Perspektive Wohnen im Marketing und allen weiteren Umsetzungsschritten. Die Antragsteller können damit werben, dass Bauherren oder Käufer, die Prämie zusätzlich zu allen investiven Förderprogramme von Bund und Land für ihre Baufinanzierung nutzen können.

Alle Bauherren/Käuferinnen und Käufer einer Wohnimmobilie, die Teil einer zertifizierten Gesamtmaßnahme ist, bekommen die Zertifizierungsurkunde vom Träger der Gesamtmaßnahme ausgehändigt.

Auf der Basis der Zertifizierungsurkunde kann der Bauherr bzw. der Käufer oder die Käuferin einen Förderantrag bei der IB.SH stellen. Daraufhin wird die Prämie in Höhe 6000 € an sie ausgezahlt. Zudem können Sie die Förderberatung der IB.SH in Anspruch nehmen. Der Träger der Gesamtmaßnahe oder die Kommune informieren den Fördergeber über die wichtigsten Umsetzungsschritte: Planung, Baumaßnahme, Fertigstellung und Einzug.

Formulare und Downloads

Förderrichtlinie 2 (NPW-F2) | (PDF, 639MB, barrierefrei)

Wir helfen Ihnen

Sie haben Fragen zu den Kriterien oder brauchen Unterstützung beim Ausfüllen der Anträge?

Heidrun Buhse
Tel. 0431 / 988-3216
heidrun.buhse@im.landsh.de

Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel

Weitere Kontaktmöglichkeiten

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TERMINE UND ANTRAGSFRISTEN

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